Depressionen
Depressionen stehen für gewöhnlich in Verbindung mit zu niedrigen Serotoninspiegeln. Obwohl die Stimulation der Gehirnwellen die Serotoninlevel erhöhen kann, ist dies nicht der eigentliche Zweck der Sitzungen zur Reduktion von Depressionen.
J.B. Henriques, R.J. Davidson und andere haben herausgefunden, dass zuviel Aktivität in der rechten (emotionalen) Gehirnhälfte und zuwenig in der linken (logischen) Hemisphäre ein Gehirnwellenmuster ist, das eng mit Depressionen verbunden ist. Dies führt zu irrationalen, übermäßig emotionalen Reaktionen auf sonst harmlose Reaktionen. Diese hemisphärische Ungleichheit ist leicht zu beheben und die Erfolge treten schnell ein. Oft reicht die Korrektur dieser "Asymmetrie" der Gehirnwellen aus, um die Serotoninlevel wieder auf den normalen Stand zu bringen. In diesem Sinne könnte also gesagt werden, dass der eigentliche Ursprung der Depressionen eine Asymmetrie der Gehirnwellen und ein allgemeiner Mangel an Betaaktivität ist, wobei jedoch der wirkliche Grund der Depression noch tiefer liegen kann (genetische Gründe, Erfahrungen in der Kindheit usw).
Dr. Siegfried Othmer beobachtete, dass depressive Menschen verstärkt Gehirnwellen mit niedriger Amplitude produzieren, insbesondere im Betabereich. Mit anderen Worten leben depressive Personen hauptsächlich im Alpha- bzw. Thetazustand, was in ständiger Müdigkeit resultieren kann oder im Gefühl, wie ein Schlafwandler zu handeln.
Dr. Norman Shealy, Dr. Ray Smith, Saul Rosenthal, Norman Wulfsohn, Sual Liss und viele andere Forscher fanden heraus, dass Depressionen durch Stimulierung der Gehirnwellen reduziert werden können. Shealy beschäftigte sich besonders mit Serotoninspiegeln und fand heraus, dass nach gerade Mal zwei Wochen Behandlungsdauer 60% der Personen von Depressionen befreit waren. Die Personen zeigten nicht nur eine Erhöhung der Serotoninspiegel, sondern auch eine Steigerung bei Norepinephrin, Dopamin und Beta-Endorphinen.
In einer anderen Studie fanden Kathy Berg und David Siever heraus, dass 84% der Probanden nach der Behandlung von Depressionen geheilt waren und 100% derer, die behandelt wurden, zeigten einen signifikanten Rückgang ihrer Depressionen. Die Ergebnisse zeigten auch einen Rückgang von Angstzuständen und Essattacken, während die Energie- und Motivationslevel ansteigen. Zwölf der Teilnehmer verloren während des Versuchs sogar an Gewicht (im Durchschnitt 4,25kg).
Weiteführende Literatur
Approach-withdrawal and Cerebral Asymmetry: Emotional Expression and Brain Physiology. R.J. Davidson, Journal of Personality and Social Psychology, 58 (1990) 330-34
Regional Brain Electrical Asymmetries Discriminate between Previously Depressed and Healthy Control Subjects J.B. Henriques and R.J. Davidson., Journal of Abnormal Psychology, 99 (1990) 22-31
Neurofeedback in major depression associated to addictions - a case study. Ibric, Victoria L. , MD, PhD., Journal Of NeuroTherapy
Audio-Visual Entrainment as a Treatment Modality for Seasonal Affective Disorder, Kathy Berg, David Siever, 1999
Major Depressive Disorder: QEEG Subtypes and Treatment Implications, Robert Gurnee, Annual Conference, Society of Neuronal Regulation
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Roshi Compared with the Rosenfeld Depression Protocol:A Case Report, D. Corydon Hammond, Ph.D., University of Utah., Annual Conference, Society of Neuronal Regulation
Frontal Asymmetry Changes Reflect Brief Mood Shifts in both Normal and Depressed Subjects, Elsa Baehr, PhD, J. Peter Rosenfeld, PhD, & Rufus Baehr, PhD, Annual Conference, Society of Neuronal Regulation
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Anterior Alpha Asymmetry in Anxiety and Depression, Robert Lawson and Eugenia Bodenhamer-Davis, Annual Conference, Society of Neuronal Regulation
A Comparison of Depths of Relaxation Produced by Various Techniques and Neurotransmitters by Brainwave Entrainment Shealy, N., Cady, R., Cox, R., Liss, S., Clossen, W., Veehoff, D., A study done for Comprehensive Health Care, Unpublished